Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zirkonzahn Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 21. Januar 2009, 09:19

Verfärbungen der gesinterten Zirkongerüste!?

Erst einmal ein gutes neues Jahr für alle "Zirkonzahner"!!!

Vielleicht kann mir jemand von euch helfen mit folgendem Problem:

Habe mehrere gefräste Zirkonbrücken mit colour liquid A1 eingefärbt und etwas länger als 1 Std. unter der Trockenlampe gehabt.

Danach mit der Keramikhaube die Brücken auf dem Schamottträger abgedeckt und mit Zirkonzahn-Programm1 gesintert im kleinen 600 Ofen.

Ergebnis am heutigen Morgen: Von drei Gerüsten, war eines optimal eingefärbt, und die beiden Anderen jeweils an einer Seite bzw. eine Einheit war gelb-grünlich verfärbt.

Meine Frage, hat dieses Ergebnis schon einmal jemand von euch erlebt, und was könnte die Ursache dafür sein.

Ich arbeite non schon seit 2Jahren mit Zirkonzahn, und hab diese Verfärbungen nach dem Sintern nur anfangs ohne die Keramikhaube erlebt, und dann bei jedem Gerüst komplett und nicht so vereinzelnd wie bei dem jetzigen Fall ( mit Keramikhaube ).

Wäre nett, wenn mir jemand weiterhelfen könnte;

ciao Klaus ;)

2

Donnerstag, 22. Januar 2009, 14:03

Verfärbungen der gesinterten Zirkongerüste

Hallo Klaus,

Das Problem, welches sich bei dir ergeben hat, ist wahrscheinlich folgendes: die Keramikhaube schließt nicht dicht mit dem Brenngutträger ab Wahrscheinlich ist der Brenngutträger uneben. Ich nehm mal an, dass sich die Arbeiten, die näher am Rand der Keramikhaube gelegen sind, sich an den Rändern verfärbt haben, daher sind einige verfärbt, andere nicht.

Die Lösung wäre hierbei folgende, dass du dir die Keramikhaube auf den Brenngutträger stellst, den Umfang mit einem Bleistift auf dem Träger anzeichnest und dann eine Rille in den Träger reinschleifst. Somit ergibt sich eine Einsenkung der Haube in den Träger und die Haube schließt schön dicht ab.

Bezüglich dem Problem mit den grün-gelblichen Verfärbungen ist dies auf die Heizelemente zurückzuführen. Hochtemperaturheizlemente bestehen zu einem bestimmten Teil aus SiO2, welches beim Sintern an die Oberfläche diffundiert und dort eine Glasschicht ausbildet. Durch Temperaturspannungen kann es auftreten, dass die Glasschicht abbröckelt und die darunter liegende Metalllegierung oxidieren kann. Da das Zirkon im Rohlingszustand noch porös ist, gehen diese Metalloxide in die Oberfläche und verursachen eine gelbe bisgelb-grünliche Verfärbung. Es passiert also nichts anderes wie beim Tauchen des Zirkons im Colour Liquid, dass sich Metalloxide in die Oberfläche des Zirkons einlagern. Am Leichtesten kann man dies bei uneingefärbten Arbeiten sehen. Normalerweise sollte sich die Glasschicht nach einigen Sinterungen wieder gebildet haben, wodurch dies nicht ein dauerhaftes, aber mögliches periodisch-auftretendes Problem sein kann.

Daher der Tipp: Für alle Sinterungen die Keramikhaube nehmen.

Weiterhin frohes Schaffen!! :thumbup:

3

Montag, 26. Januar 2009, 07:49

Hallo Michl,

erst einmal dankeschön für deine Antwort und Informationen !
Das Thema, was sich nun für mich stellt ist folgendes: Diese Rille hab ich auch schon im Brennträger und trotzdem dieses Ergebnis, ich sag mal so, die eingefräste Rille ist nicht supereben und perfekt, also könnten die bestehenden mikrospalten, die sich dadurch ergeben natürlich auch zu den punktuellen Verfärbungen führen!?
Werde wohl einen neuen Brennträger bestellen und nach deiner Brennstäbetheorie, was hälst du von einem Reinigungsbrand des Sinterofens???

Hoffe das Problem in den Griff zu bekommen,
ciao Klaus

4

Montag, 26. Januar 2009, 09:16

Verfärbungen der gesinterten Zirkongerüste

Hallo Klaus,

Tut mir leid, dass es nicht ganz geklappt hat. Eventuell kannst du, wie du gesagt hast, es mit einem neuen Brenngutträger versuchen. Bei den neuen Trägern für den Zirkonofen 600 sollte auf einer Seite bereits ein größerer Absatz sein, der das Abdichten etwas erleichtern sollte.

Bezüglich Reinigungsbrand würde ein solcher wahrscheinlich nicht viel bringen, da das Problem des Verfärbens von der Glasschicht an der Oberfläche der Heizelemente abhängt. Die Glasschicht bildet sich mit jedem Sinterzyklus wieder etwas neu aus. Daher haben Reinigungsbrände nur einen Sinn, wenn das Problem gerade auftritt. Kontrolliert man vor einem Sinterzyklus die Heizstäbe und weisen diese keine glatte, sondern eine rauhe Oberfläche auf, ist es beim darauffolgenden Sinterprozess wahrscheinlich, dass es zu Verfäbungen kommt. Daraufhin könnte man 3-4 Leerbrände machen, in denen sich die Glasschicht wieder genügend erholen sollte. Man kann während dieser Leerbrände Zirkonbruchstücke oder Restmaterialien in den Ofen mit reingegeben und anhand derer den Verfärbungsgrad mitverfolgen. Wie gesagt, nach 3-4 Zyklen sollten die Bruchstücke wieder weiß aus dem Ofen kommen.

Wenn man mit dem Ofen bereits weit über 200 Zyklen gemacht hat, wäre es eventuell auch sinnvoll, an einen Wechsel der Heizelemente zu denken. Zirkonzahn hat sich mit dem Hersteller bezüglich diesem Problem zusammengetan, um eine dauerhafte Lösung zu finden. Mit den Heizelementen, die seit ein paar Monaten angeboten werden, hat sich dieses Problem auf ein Minimum reduziert.

Viele Grüße

Michl